Peru 2001

Von den Inka Ruinen rund um Cuzco
tief in den Süden des Landes
und über die Panamericana nach Lima.


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Kinder

Der Weg nach Paracas führt über die Panamericana und durch die Wüste. In Peru erlebt man alle Vegetationszonen. Vor unserem Aufenthalt in Lima blieben uns noch einige Tage in dem Nationalpark. Es war etwas Strandurlaub. Und Diego und Julia fingen unsere Herzen. Es ist immer wieder unverständlich, wie eine Gesellschaft ihre Kinder verstößt und nicht erkennt, dass sie die eigene Zukunft sind.

Antonio und Julia verkauften kleine Souvenirs. Zuerst durften sie mit uns essen, dann verbrachten wir drei Tage mit ihnen am Strand. Wenn Julia mich in den Arm genommen hat, war ich mir sicher, dass sie einfach nur einen Menschen sucht, an den sie sich lehnen kann, der ihr Ruhe und Stärke gibt - und mit ihr spielt. Bis heute haben wir es bereut, kein Foto von ihnen zu haben. Gerne hätten wir mehr für sie getan. Wir sind glücklich ihnen wenigsten ein paar Stunden geschenkt zu haben, in denen sie sich wie Kinder fühlen konnten. Mit dem Wissen um unsere neuen Freunde, war der Besuch im Nationalpark nur noch nebensächlich und ohnehin sehr touristisch.

Schließlich waren wir in Lima. Kommt man von Europa nach Peru, erlebt man vielleicht einen Kulturschock, kommt man von Peru nach Lima erlebt man noch einen. Die Altstadt von Lima ist schön. Aber Lima ist dreckig und durcheinander. Kurz vor Weihnachten schien das Chaos komplett. Abends sind wir gar nicht mehr rausgegangen, weil wir uns nicht auf die engen Straßen mit all dem Chaos einlassen wollten. Der Lärm der Stadt drang in unser Hotel und das war genug für uns.

Wir haben die Zeit in Peru genossen, wir haben viel neues erlebt. Aber vor allem haben wir einmal mehr gelernt, dass die Menschen ebenso alltägliche Probleme haben wie wir und dass andere Lebensbedingungen die Inhalte des Lebens und die Interessen nicht verändern.

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