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Der Weg nach Paracas
führt über die Panamericana und durch die
Wüste. In Peru erlebt man alle Vegetationszonen. Vor unserem
Aufenthalt in Lima blieben uns noch einige Tage in dem Nationalpark. Es
war etwas Strandurlaub. Und Diego und Julia fingen unsere Herzen. Es
ist immer wieder unverständlich, wie eine
Gesellschaft ihre Kinder verstößt und nicht erkennt,
dass sie die eigene Zukunft sind.
Antonio und Julia verkauften kleine Souvenirs. Zuerst durften sie mit
uns essen, dann verbrachten wir drei Tage mit ihnen am Strand. Wenn
Julia mich in den Arm genommen hat, war ich mir sicher, dass sie
einfach nur einen Menschen sucht, an den sie sich lehnen kann, der ihr
Ruhe und Stärke gibt - und mit ihr spielt. Bis heute haben wir
es bereut, kein Foto von ihnen zu haben. Gerne hätten wir mehr
für sie getan. Wir sind glücklich ihnen wenigsten ein
paar Stunden geschenkt zu haben, in denen sie sich wie Kinder
fühlen konnten. Mit dem Wissen um unsere neuen Freunde, war der
Besuch im Nationalpark nur noch nebensächlich und ohnehin sehr
touristisch.
Schließlich waren wir in Lima. Kommt man von Europa nach
Peru, erlebt man vielleicht einen Kulturschock, kommt man von Peru nach
Lima erlebt man noch einen. Die Altstadt von Lima ist schön.
Aber Lima ist dreckig und durcheinander. Kurz vor Weihnachten schien
das Chaos komplett. Abends sind wir gar nicht mehr rausgegangen, weil
wir uns nicht auf die engen Straßen mit all dem Chaos
einlassen wollten. Der Lärm der Stadt drang in unser
Hotel und das war genug für uns.
Wir haben die Zeit in Peru genossen, wir haben viel neues erlebt. Aber
vor allem haben wir einmal mehr gelernt, dass die Menschen ebenso
alltägliche Probleme haben wie wir und dass andere
Lebensbedingungen die Inhalte des Lebens und die Interessen nicht
verändern.
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