Peru 2001

Von den Inka Ruinen rund um Cuzco
tief in den Süden des Landes
und über die Panamericana nach Lima.


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Panamericana

Zurück in Peru reisen wir weiter nach Arequipa im Südwesten des Landes. Die weiße Stadt wird sie genannt. Die Spanier haben mit zahlreichen weißen kolonialen Gebäuden ihre Spuren hinterlassen. Spuren hinterlassen hat auch das letzte schwere Erdbeben vor gerademal einem halben Jahr: Die Kirche hat Teile ihrer Türme verloren. Die Agentin in der Reiseagentur zeigt uns stolz ein Foto, auf dem sie festgehalten hat, wie einer der Türme gerade einstürzt.

Bei ihr buchen wir eine zweitägige Reise in das Colca Cañon. Ein weiterer touristischer Schwerpunkt in Peru. Es ist einer der tiefsten Canons der Welt. Tief unten in seinem Tal machen sich Condore auf dem Weg zum Pazifik. Majestätisch schweben sie mit ausgebreiteten Flügeln und mit Hilfe der Luftströme das Tal hinauf, um schließlich lautlos über die Köpfe staunender Touristen zu gleiten, um sogleich über den Bergkuppen zu verschwinden.

Überall scheinen die Menschen den Touristen mit Anpassung oder Fremdheit zu begegnen. Es fällt uns schwer zu beurteilen, ob wir noch etwas von dem "echten Peru" sehen. Sind wir für die Menschen etwas Gutes oder notwendiges Übel? Wo immer Touristen erscheinen, drängen sich Taxifahrer und Hotelschlepper um sie, wollen Reiseagenturen ihre Ausflüge verkaufen, betteln Kinder. Mit am besten gefallen hat uns Jose. Er ist Taxifahrer in Nasca. Auf dem Weg zum Paracas Nationalpark haben wir nur einen kleinen Zwischenstopp eingeplant, um die berühmten Nasca Linien zu besichtigen. Als wir aus dem Bus ausstiegen war da wieder diese Masse aus Taxifahrern und Hotelschleppern. Jose ist am Ende irgendwie übriggeblieben. Er hat uns zu den Linien gefahren, war gleichzeitig Touristenführer und Fahrer. In Rekordzeit konnten wir ein paar Schnappschüsse machen und unseren Bus für die Reise weiter nach Norden noch erwischen. Und Jose schien ebenso Peruaner zu sein, wie er auch von Touristen lebt und deren Interessen sieht.

Reisebericht 4:

Kinder

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