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Zurück in Peru reisen wir weiter nach
Arequipa im Südwesten des Landes. Die weiße Stadt
wird sie genannt. Die Spanier haben mit zahlreichen weißen
kolonialen Gebäuden ihre Spuren hinterlassen. Spuren
hinterlassen hat auch das letzte schwere Erdbeben vor gerademal einem
halben Jahr: Die Kirche hat Teile ihrer Türme verloren. Die
Agentin in der Reiseagentur zeigt uns stolz ein Foto, auf dem sie
festgehalten hat, wie einer der Türme gerade
einstürzt.
Bei ihr buchen wir eine zweitägige Reise in das Colca
Cañon. Ein weiterer touristischer Schwerpunkt in Peru. Es
ist einer der tiefsten Canons der Welt. Tief unten in seinem Tal machen
sich Condore auf dem Weg zum Pazifik. Majestätisch schweben
sie mit ausgebreiteten Flügeln und mit Hilfe der
Luftströme das Tal hinauf, um schließlich lautlos
über die Köpfe staunender Touristen zu gleiten, um
sogleich über den Bergkuppen zu verschwinden.
Überall scheinen die Menschen den Touristen mit
Anpassung oder Fremdheit zu begegnen. Es fällt uns schwer zu
beurteilen, ob wir noch etwas von dem "echten Peru" sehen. Sind wir
für die Menschen etwas Gutes oder notwendiges Übel?
Wo immer Touristen
erscheinen, drängen sich Taxifahrer und Hotelschlepper um sie,
wollen Reiseagenturen ihre Ausflüge verkaufen, betteln Kinder.
Mit am besten gefallen hat uns Jose. Er ist Taxifahrer in Nasca. Auf
dem Weg zum Paracas Nationalpark haben wir nur einen kleinen
Zwischenstopp eingeplant, um die berühmten Nasca Linien zu
besichtigen. Als wir aus dem Bus ausstiegen war da wieder diese Masse
aus Taxifahrern und Hotelschleppern. Jose ist am Ende irgendwie
übriggeblieben. Er hat uns zu den Linien gefahren, war
gleichzeitig Touristenführer und Fahrer. In Rekordzeit konnten
wir ein paar Schnappschüsse machen und unseren Bus
für die Reise weiter nach Norden noch erwischen. Und Jose
schien ebenso Peruaner zu sein, wie er auch von Touristen lebt und
deren Interessen sieht.

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