Peru 2001

Von den Inka Ruinen rund um Cuzco
tief in den Süden des Landes
und über die Panamericana nach Lima.


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Zum Titicacasee

Wir machen uns von Cuzco aus auf den Weg in den Süden. An den Titicacasee. Der ist mit rund 4000 Metern ü.N.N. der höchstgelegene schiffbare See der Welt. Und schon auf dieser ersten Reise durch das Landesinnere erfahren wir, wie sehr Peru noch innerlich zerissen ist, wie instabil die Verhältnisse sind. Unser Bus fährt auf der neuen Hauptstraße von Cuzco nach Puno. Nach einem kurzen Stück, in einem kleinem Ort namens Sicuani ist die Reise zu Ende. Bauarbeiter haben eine Straßenblockade errichtet. Unser Bus und andere Fahrzeuge werden mit Steinen beworfen und wir sitzen fest. Es geht weder vor noch zurück.

Von Sicuani geht eine Straße nach Westen. Der neue peruanische Präsident Toledo hat aber sein Versprechen, diese Straße zu erneuern, nicht eingehalten. Jetzt protestieren die Arbeiter. Mit dem Straßenbau wären nicht nur sie beschäftigt, auch die Wirtschaft in Sicuani und entlang der neuen Straße würde einen Aufschwung erleben.

Solch ein Protest heißt in Peru Stillstand. Die Blockade dauert solange, bis sie sich von alleine auflöst. Polizei oder Militär sind nicht vor Ort, um innenpolitische Unruhen zu verhindern und auch unser Busfahrer ist an einer schnellen Lösung nicht wirklich engagiert. Am nächsten Tag durchlaufen wir kurzerhand die mehrere Kilometer lange Blockade und setzen die Reise in einem Minibus fort, mit 15 Personen.

Südlich von Puno verlassen wird Peru und fahren nach Bolivien. Unser Ziel ist aber ein Dead End: die Halbinsel Copacabana im Titicacasee. Von ihr aus erreicht man den Rest von Bolivien nur über Peru. Copacabana scheint sich neu zu orientieren. Die Strandpromenade wird neu gemacht, überall entstehen neue Hotels. Die täglichen Fahrten zur Isla del Sol sind in dem kleinen Ort mit das Wichtigste. Täglich tuckern mehrere Ausflugsboote zu der Insel und ihrem Pendanten der Isla de la Luna. Die Sonneninsel ist sehr entscheidend in der Geschichte des Inka-Reiches. Auf einer ihrer hohen Klippen steht der Felsen, aus dem der erste Inka erstanden ist. Von hier hat er seine Reise angetreten, die ihm die Götter aufgetragen haben: Finde einen Ort, an dem du deinen Stock mit nur einem Versuch komplett in der Erde versenken kannst. Dort wo ihm das gelang entstand Cuzco, das Zentrum des Reiches.

Reisebericht 3:

Panamericana

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