Peru 2001

Von den Inka Ruinen rund um Cuzco
tief in den Süden des Landes
und über die Panamericana nach Lima.


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Ganz nah bei den Inkas?

Wir sind am Ziel der Reise. Hinter uns geht die Sonne auf und je weiter sie über die Bergkuppen der Anden steigt, umso deutlicher wird die Ruinenstadt die dort unten liegt. Die Bergkanten werfen einen scharfen Schatten auf die Reste der Mauern von Machu Picchu - der Ruinenstadt der Inka. Zwei oder vier Tage kämpft man sich über den "Camino Inka", dem Pfad der Inka, über Pässe und steile Aufstiege, bis man schließlich eines morgens diesen Anblick genießen darf.

Als "Ziel der Reise" oder zumindest Höhepunkt werden wohl fast alle Peru-Reisenden diesen Morgen bezeichnen. Für uns ist er aber nur ein Teil, ein Teil einer Reise durch Peru, dem Herzen des alten Inkareiches.
Wir beginnen in Cuzco. Mitten in Peru gelegen, war die Stadt einst das Zentrum des Inkareiches, das sich von Ecuador über Peru bis nach Bolivien erstreckte. Heute ist Cuzco eines der großen Zentren des südamerikanischen Tourismus. Überall begegnen wir anderen "Backpackern". Peru ist kaum für Pauschalreisende geeignet. Hier trifft man vor allem solche, die auf eigene Faust reisen. Wohin man als nächstes fährt wird nach Tipps und Gesprächen mit anderen Reisenden beschlossen. Selbstgezeichnete Karten von besonders abgelegenen aber schönen Gegenden, die auch nicht im "Lonely Planet" stehen, wechseln den Besitzer. Und zentral sind immer die vier W´s: Wer bist du? Woher kommst du? Was hast du schon gesehen? Und vor allem: Wieviel hast du dafür bezahlt?

In Cuczo kann man beispielhaft sehen, was die Spanier in ihrer kurzen Zeit als Kolonialmacht aus dem gemacht haben, was unter den Inkas aufgebaut wurde. Die meisten kolonialen Gebäude stehen auf den erdbebensicheren Grundmauern der Inka oder sind aus Teilen ihrer Tempel entstanden. Rund um Cuczo besuchen wir mehrere solcher ehemaligen Tempelanlagen - oder das was von ihnen übrig geblieben ist.

Die Menschen scheinen heute keinen Halt mehr in einer eigenen Tradition zu haben. Quechua, die Sprache der Inka, spricht kaum einer mehr. Spanisch ist Landessprache. In der Kleidung mischen sich spanische Elemente und ältere Traditionen. Und heute kommen all die Gringos, die durch ihr Konsumverhalten das Leben der Menschen zusätzlich beeinflussen.

Von den Spaniern unentdeckt blieb Machu Picchu - vielleicht die Zufluchtsstätte des letzten Inka. Hoch und gut versteckt in den Anden gelegen, weiß bis heute niemand genau, welche Funktion die kleine Stadt hatte. Eine der beiden Eisenbahnstrecken, die es in Peru gibt, führt hierhin. Die meisten Reisenden steigen aber bei Kilometer 88 oder an einer späteren Stelle aus, um nach einem mehrtägigen Marsch über Pässe und Hochebenen die Stätte zu erreichen. Ob es der Höhepunkt der Reise ist, mag dann jeder selbst entscheiden.

Reisebericht 2:

Zum Titicacasee

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